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Thomas Stroux

Thomas Stroux

Thomas Stroux wurde in Storckow in der Mark Brandenburg geboren, hat einen Bruder, Vater war der berühmte Regisseur und Intendant Karl-Heinz Stroux. Er machte Abitur, begann ein Wirtschaftsstudium, das er aber bald abbrach. Durch das Elternhaus war er von klein auf mit allen Zelebritäten des deutschen Theaters vertraut, mit Glanz wie Elend, und ließ sich doch nicht von dem Beruf abhalten. Er besuchte die Schauspielschule der renommierten Herma Clement in Berlin, machte nebenbei eine Musical- und Gesangsausbildung.

Die ersten Theaterjahre führten ihn an das Württembergische Staatstheater Stuttgart, die Städtischen Bühnen Frankfurt, Freie Volksbühne Berlin, Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, bevor er 1974 in Wien ans Burgtheater kam und Ensemblemitglied wurde. Daneben spielte er aber auch am Theater in der Josefstadt, an der Staatsoper, der Volksoper, am Schauspielhaus Wien. Außerdem nimmt er häufig Urlaub für seine vielen auswärtigen Interessen.

Engagements führten ihn gastweise ans Theater des Westens Berlin, Komödie im Marquardt Stuttgart, zu Freilichtspielen nach Laxenburg, Ettlingen, Jagsthausen, Mayen und Bad Hersfeld und immer wieder auch auf Tournee.

Seine wichtigsten Rollen waren Ferdinand in "Kabale und Liebe", "Hamlet", "Faust", "Onkel Wanja", Mephisto im "Faust II", Baron von Trapp in "Sound of Music", Bassa Selim in Mozarts "Entführung aus dem Serail", Moricet in "Monsieur Chasse oder Wie man Hasen jagt", Obolski im "Feuerwerk", Robert in "Mädchen in der Suppe", Mackie Messer in der "Dreigroschenoper" und Er in "Offene Zweierbeziehung".

In zehn Jahren inszenierte er ca. 30 Theateraufführungen u.a. Kleists "Zerbrochenen Krug", "Der Bockerer", Büchners "Woyzeck", "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" nach Fritz Langs berühmtem Film, aber gerne auch Komödien wie "Ein Klotz am Bein" von Feydeau", Shakespeares "Komödie der Irrungen", "Das Mädchen in der Suppe", "Die Drei von der Tankstelle", Mitterers anspruchsvolle schwarze Komödie "In der Löwengrube" oder leichte Kost wie "Endlich allein", "Staatsaffairen" oder "Ein idealer Gatte".

Für seinen Mephisto in "Faust II" in Bad Hersfeld erhielt er den Großen Festspielpreis und für seine Inszenierung vom "Bockerer" 1994 / 95 den Preis als künstlerisch wertvollste Tournee-Inszenierung des Jahres.

Wenn ihm seine Theaterarbeiten Zeit lassen, steht Thomas Stroux auch sehr gerne vor der Kamera. 1972-1973 drehte er seine erste große Serie "Die Melchiors". Danach war er u.a. zu sehen in "Der Scheingemahl", Shakespeares "Viel Lärm um nichts", "Das unbekannte Land", "Die Ringe des Saturn", "Sylter Geschichten", "Iris und Violetta", "Dr. Stefan Frank", "Für alle Fälle Stefanie", "Schloßhotel Orth" und "Nous nous sommes tant haïs".

Außerdem hat er in unzähligen Hörspielen, Features und Literatursendungen vor allem des ORF mitgewirkt.

Im Sommer 2004 hat er die Direktion des Tourneetheaters "Der grüne Wagen" übernommen und geht häufig mit auf Tournee, sei es als Lumpensammler in der "Irren von Chaillot", als Nachbar in "Komödie im Dunkeln" oder als Lady Bracknell in Oscar Wildes Komödie "Bunbury".

2007 wurde Thomas Stroux mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.

Thomas Stroux lebt mit Frau und Tochter in Wien.

Stand April 2010

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