Michael von Au ist gebürtiger Berliner. Nach der Schauspielschule bei Maria Körber in Berlin hatte er dort 1987 sein Debüt am Theater am Kurfürstendamm an der Seite von Wolfgang Spier in der Neil-Simon-Komödie "Endlich allein".
Mit 21 Jahren kommt er - von Intendant Dieter Dorn geholt - an die Münchner Kammerspiele, an denen er von 1988 bis 1999 fest engagiert war.
Er spielte unter anderem den Tempelherrn in Lessings "Nathan der Weise", Edmund im "König Lear", Matti in "Herr Puntila und sein Knecht Matti", Mephisto im "Urfaust", Benedikt in "Viel Lärm um nichts", "Prinz Friedrich von Homburg" und den Ringo in Mayenburgs "Parasiten".
"König Lear" und "Prinz von Homburg" wurden 1991 bzw. 1997 vom Bayerischen Rundfunk für das Fernsehen aufgezeichnet.
Neben dem Theater hat Michael von Au in Kinofilmen und zahlreichen Fernsehproduktionen mitgewirkt u.a. in "Keiner liebt mich" Regie Doris Dörrie, "Honigmond" Regie Gabriel Barylli, "Tatort - Kainsmal" Regie Erwin Keusch, "Sommergewitter" Regie Dagmar Damek, "Das Geheimnis der Mittsommernacht" Regie Gero Erhardt, "Die Braut meines Freundes" Regie Gabi Kubach, und "Scheidung mit Hindernissen" Regie Carola Hattop.
Von 1998 bis 2000 spielte er die männliche Hauptrolle in der erfolgreichen ZDF-Serie "Samt und Seide".
2001 ging Michael von Au mit Dieter Dorn an das Bayerische Staatsschauspiel München, dem er bis heute verbunden ist und spielte dort den Bassanio in Shakespeares "Kaufmann von Venedig", Rezas "Drei Mal Leben", die Titelrolle in Heiner Müllers "Philoktet", Goethes "Clavigo", McDonaghs "Der Kissenmann" und Fernando in Goethes "Stella".
Bei den Salzburger Festspielen 2005 war er Alfred in Ödön von Horvaths "Geschichten aus dem Wiener Wald", einer Coproduktion mit dem Bayerischen Staatsschauspiel München.
Am Theater in der Josefstadt Wien spielte er als Gast den Trigorin in Tschechows "Möwe".
Neben dem Theater hat er in letzter Zeit in etlichen Fernsehfilmen in Hauptrollen mitgewirkt, so u.a. in "Die Kinder meiner Braut" Regie Gabi Kubach, dem preisgekrönten Fersehfilm "Wer küßt schon einen Leguan?" Regie Carola Hattopp, in dem ARD-Zweiteiler "Das Bernstein-Amulett" Regie Gabi Kubach, "Der Himmel in deinen Augen" Regie Gloria Behrens, und je einer Folge von "Siska"-"Dunkler Wahn" Regie Hans-Jürgen Tögel und "Familie Dr. Kleist" Regie Peter Weissflog und unter der Regie von Gabi Kubach in der Fernsehkomödie "Liebe ist das schönste Geschenk". Es folgte eine Episode von "Der Alte" mit dem Titel "Bei Einbruch Mord" Regie Hartmut Griesmayr, eine Hauptrolle in dem Zweiteiler "Echo der Schuld", der unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller in England gedreht wurde, und "Ein Strauß voll Glück" Regie Helmut Metzger.
Am Bayerischen Staatsschauspiel München ist er in der Dorn-Inszenierung von Yasmina Rezas "Der Gott des Gemetzels", in "Das Ende vom Anfang", "pool (no water)" von Mark Ravenhill, in Eugene O'Neills Stück "Ein Mond für die Beladenen", als Admetos in "Alkestis", in "Liliom" in der Titelrolle und als Rheingraf im "Käthchen von Heilbronn" zu sehen.
Außerdem gastierte er mit seiner musikalischen, sehr persönlichen "Au-Schau" mit großem Erfolg am Schauspielhaus Bochum und zeigte sie auch am Bayerischen Staatsschauspiel München. Zusammen mit Tim Bergmann entwickelte er die "Au Mann Schau - spontan aber herzlich, die seit September 2010 am Bayerischen Staatsschauspiel gespielt wird und sowohl das Publikum als auch die Kritiker begeistert.
Michael von Au lebt in München.
Stand Mai 2011