Wolfgang Pregler ist gebürtiger Westfale. Nach dem Abitur begann er an der Westfälische Universität in Münster ein Studium in Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte.
Seine Ausbildung als Schauspieler erhielt er von 1980-84 an der Hochschule der Künste in Berlin.
Noch während des letzten Schuljahres engagierte ihn Dieter Dorn an die Münchner Kammerspiele, wo er in fünf Jahren u.a. den Andres im "Woyzeck", den Regisseur in Botho Strauß' "Besucher", Galy Gay in Brechts "Mann ist Mann", Domingo in "Don Karlos", den Joey in Pinters "Heimkehr" und Antilochus in "Penthesilea" spielte.
Für drei Jahre ging er dann an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlins und spielte u.a. den Spiegelberg in Schillers "Räuber", Gregers Wehrle in Ibsens "Wildente" und Bruno in Hauptmanns "Ratten".
Dann holte ihn Frank Baumbauer an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, wo er in sieben Jahren viele klassische und moderne Rollen spielte u.a. den Rülp in Shakespeares "Was ihr wollt", den Parsifal in "Merlin oder Das wüste Land", Autolycus in Shakespeares "Wintermärchen", Ajax in "Troilus und Cressida" und in der deutsch-französischen Co-Produktion "Camping 2000" in Strasbourg, Regie Jossi Wieler, die auch vom Fernsehen aufgezeichnet wurde.
Seine größten Erfolge waren der Prinz Heinz und Heinrich V. in Luk Percevals Mammut-Produktion von Shakespeares "Schlachten", einer Coproduktion der Salzburger Festspiele mit dem Hamburger Schauspielhaus und der Jago in der heiß umstrittenen "Othello" - Aufführung der Münchner Kammerspiele.
Seit 2001 gehört er wieder dem Ensemble der Münchner Kammerspiele an.
Er gastierte in Basel in Hebbels "Nibelungen", in denen er Hagen von Tronje unter der Regie von Lars-Ole Walburg spielte, und 2002-05 im Sommer bei den Nibelungen-Festspielen Worms, wo er unter der Regie von Dieter Wedel zuerst den Gunter in Moritz Rinkes "Nibelungen" spielte und gleich den Festspielpreis erhielt und dann den Hagen.
Wenn die Theaterarbeit es zuläßt, steht Wolfgang Pregler auch gerne vor der Kamera. Er war u.a. zu sehen in dem Zweiteiler "Das Pfarrhaus" Regie Jörg Grünler, "Und nichts als die Wahrheit" Regie Peter Schulze-Rohr, "Der Sandmann" und "Quartett" Regie Nico Hofmann, "Die Partner" Regie Joseph Rusnak, "Crash" Regie Thorsten Näter, "Doppelter Einsatz" Regie Andy Bausch, "Die Affaire Semmeling" Regie Dieter Wedel, "Evelyn Hamanns Geschichten aus dem Leben" Regie Karin Hercher.
Er drehte bei Margarethe von Trotta für ihren Kinofilm "Die Rosenstraße", eine Folge von Franz Xaver Bogners neuer Serie "München 7", bei Marc Rothemund den Kinofilm "Sophie Scholl-Die letzten Tage", bei Peter Stauch "Bei hübschen Frauen sind alle Tricks erlaubt", bei Dieter Wedel für dessen neuen ZDF-Zweiteiler "Papa & Mama" und bei Franziska Buch in "Panikmacher".
Er war in Benjamin Heisenbergs preisgekröntem Kinofilm "Schläfer" zu sehen, wieder bei Dieter Wedel in "Mein alter Freund Fritz", in Diethard Klantes "Ohne einander", "Unter Verdacht-Das Geld anderer Leute" Regie Achim von Borries und "Soko 5113-Der tödliche Fund" Regie Peter Stauch, "Kommissar Stolberg" Regie Matti Geschonneck, "Machen wir's auf finnisch" Regie Marco Petri.
Er drehte bei Uli Edel in dem Kinofilm "Der Baader-Meinhof-Komplex" und erneut bei Margarethe von Trotta in ihrem Kinofilm "Vision - Hildegard von Bingen". 2009 übernahm er eine Gastrolle in dem bayerischen "Tatort - Täuschung" unter der Regie von Peter Fratzscher und spielte in Episoden der Serien "Die Rosenheim-Cops", "Forsthaus Falkenau" und in "Mord mit Aussicht" Regie Thorsten Wacker.
Die letzten Inszenierungen an den Münchner Kammerspielen mit Wolfgang Pregler sind "Kleiner Mann - was nun?", Regie Luc Perceval, "Platonow", Regie Stefan Pucher, "Belagerungszustand", Regie Christoph Frick und "Sommergäste / Nachtasyl", Regie Karin Henkel, "Hotel Savoy", Regie Johan Simons, "Ludwig II", Regie Ivo van Hove und "Die Perser", Regie Johan Simons.
Wolfgang Pregler lebt in München.
Stand Mai 2011