Reinhold Lampe ist in Landshut geboren, dort aufgewachsen und aufs Gymnasium gegangen. Nach der mittleren Reife ging er für zwei Jahre auf die Schauspielschule Zerboni in München und nahm außerdem noch privaten Schauspielunterricht.
Seine zahlreichen Theaterengagements führten ihn u.a. nach Memmingen, Ingolstadt, Konstanz, Gießen, Lübeck, Krefeld und dann für fünfzehn Jahre an das Münchner Volkstheater, wo er immer wieder gastiert hat.
Von den vielen klassischen und modernen Rollen, die Reinhold Lampe im Laufe der Zeit gespielt hat, zählen sicher zu den wichtigsten der Wang in "Der Gute Mensch von Sezuan", Clov im "Endspiel", "Faust I", "Galileo Galilei", Philipp in Schillers "Don Carlos", der Meister Anton in "Maria Magdalena", der Hobelmann in "Lumpazivagabundus", Zauberkönig in "Geschichten aus dem Wiener Wald", Otto Quangel in Falladas "Jeder stirbt für sich allein", Hauptmann in Büchners "Woyzeck" und Onkel Fritz in "Feuerwerk".
Seit 1983 ist Reinhold Lampe auch im Fernsehen präsent. Er spielte in Fernsehspielen und Serien wie z.B. "Geschichten aus der Heimat", "Zur Freiheit" und "Cafe Meineid" Regie Franz Xaver Bogner, im "Bayrhammer-Special" Regie Alfred Vohrer, "Der Unfried" Regie Rainer Wolffhardt, "Valentin-Geschichten" Regie Wolfgang Henschel, "Weißblaue Geschichten" Regie Hans-Jürgen Tögel, "Diebinnen" Regie Peter Weck, "Allein unter Männern" Regie Angeliki Antoniou, "Hinterlassenschaften" Regie Steffi Kammermeier.
Von 1988 bis 1992 drehte er bei Edgar Reitz den Doktor K. eine durchgehende Rolle in dessen Fernseh-Epos "Die zweite Heimat".
Sechs Jahre lang spielte er in der beliebten ZDF-Serie "Alle meine Töchter" den Generalvikar und war von 2000 - 2003 in der "Lindenstraße" in der Rolle des Oskar Krämer zu sehen, eines pensionierten Lateinlehrers. Außerdem drehte er u.a. Folgen von "Forsthaus Falkenau" Regie Andreas Drost und "Um Himmels Willen" Regie Ulrich König.
Dazwischen gastierte er an der Komödie im Bayerischen Hof München, auf Tournee, zur Sommerzeit im Kloster Andechs, wo er unter der Regie von Hellmuth Matiasek in der Orffschen "Bernauerin" viermal den Kanzler spielte oder bei den Schloßfestspielen Regensburg in "Der Name der Rose".
Reinhold Lampe lebt mit Ehefrau in Bad Wörishofen.
Stand April 2010